AUFNAHMEN "Die Ganzkörper EP" - ehemaliger RAF Keller, Berlin Mai 2007


Aufgrund von überschüssigem Kreativitätsaufluss trug es sich zu, dass wir, STAKEOUT, im Spätfrühling 2007 im Studio rumrumort und 6 - 7 Songs auf die Festplatte gezimmert haben. Schon deshalb, damit die Zeit des Wartens bis zum nächsten Longplayer nicht so lang wird. Ein paar Eindrücke wie STAKEOUT so arbeitet, konnten festgehalten werden.


Hier sehen wir Daniel den allseits bekannten und beliebten Bassisten, wie er mal wieder irgendwelchen Quatsch macht. Ungeschickter Weise haben wir mit den Aufnahmen für die EP im Mai 2007 angefangen und zwar an dem Wochenende, als sich das Thermometer das erste Mal weit jenseits der 30 Grad bewegte. Es war sowas von unglaublich heiß, dass kann man nicht mal beschreiben... So müssen sich Katzen in der Mikrowelle fühlen... na jedenfalls nutzt Daniel ja eh jede Gelegenheit, um sich nackig zu machen. Also, auch hier. Da konnte man nicht mal was dagegen sagen. Er ist ja auch ein sexy Rüpel.

Ja, so lieblich grinst Daniel wenn er gerade einen Take versemmelt hat. Was man nicht sieht ist, dass er nach jedem Fehler immer mit der Eisenstange verprügelt wurde. Dann lächelt er meistens nicht mehr.


Hier sehen wir den Hänka, Drummer und Lümmel. Man beachte sein konzentriertes Aussehen, dass immer nur genau für den Moment des Fotos angehalten hat. Danach hampelt er immer wie Gülcan auf Extasy am Drumset rum und poltert was zusammen als ob er in einer Karnevalskapelle spielen würde. Kann man zum Glück am Rechner später alles schneiden.
Interessant ist das Schlagzeugkonstrukt. Für die Bassdrum wurde extra ein Tunnel aus Sören´s Kuscheldecke gebastelt, damit der Ton irgendwie ganz toll klingt. Die Gerüche und Temperaturen unter dieser Decke waren jenseits aller Vorstellungskraft. Um einmal das Mikro in der Bassdrum zu richten, weil´s irgendwie verrutscht war, musste Daniel in das Konstrukt hineinkrauchen. Lümmel Hänka hat natürlich genau in dem Moment einmal kräftig die Bassdrum getreten. Daniel dachte für einen kurzen Moment ein D-Zug hätte ihn gerammt. Danach hat er dann Hänka mit ner Eisenstange verprügelt.


Hier sehen wir ein Beispiel wie WIRKLICH im Studio gearbeitet wird. Alle Gitarrensoli, auch die nichtvorhandenen, werden gleich zweistimmig, back-to-back und so richtig Rock´n´Roll-mäßig eingespielt. Nur so gelangt ein authentischer Sound auf die Festplatte. Man beachte bitte auch die vergoldeten Wireless-Lan-Kabel, die wir verwenden. "Für Stakeout immer nur das beste und teuerste" lautet ja auch eins unserer Mottos.


Hier wurde der Hänka durch ein spezielles Guckloch in der Wand fotografiert, von wo aus wir ihn immer ausspioniert und bespannert haben. Auch wenn er sich umgezogen hat. Das waren dann immer so die Highlights des Tages. Hänka, so wie Gott in schuf, ist jetzt bei jedem von uns sehr detailliert im Gedächtnis eingebrannt.

Das ist der soganannte Regieraum. Auf dem Rechner links laufen alle Spuren eines Tracks zusammen. Das können dann schon mal bis zu 100 oder mehr Spuren sein, die dann später alle bearbeitet und gemischt werden müssen. Was für ein Heidenspaß. Vor allem  für Mischer Tom. Den man jetzt nicht sieht, weil er grad kackern war.
Rechts sieht man ein Teil des HighEnd Mischpults womit Lautstärken und Frequenzbereiche der eigehenden Töne geregelt werden können. Wenn man nur wüsste, wie man das bedient...

Sören war immer sehr begeistert, wenn er einspielen durfte. Ja, Musiker sein ist sein Traumberuf. Ehrlich. Das Mikro vor seiner Nase dient übrigens zum Reden mit der aufnehmenden Person, die im Regieraum sitzt (meistens Tom). Da kann man dann so liebliche Sachen sagen wie "Alter, hast du´n Arsch offen" oder "Fick dich und deine ganz beschissene Show du Vogel" oder "Ick hau ab. Dit ist mir hier alles zu blöde. Verreckt doch ihr angestrullten Fäkalgesichter!"

Und hier icke im Halbdunkeln. Sehe wie immer auch schwer begeistert und wie das blühende Leben aus. Quasi. Ich hatte aber auch am meisten zu tun von allen. Weil ich ja auch noch den ganzen Scheiß "singen" musste (ist aber nicht festgehalten worden). Da kann man schon mal kurz erschöpft wirken. Interessant ist vielleicht mein Gitarrenamp-Konstrukt im Hintergrund. Am Anfang hatten wir die ganze Zeit ein Brummen auf meinen Gitarrenspuren, bis wir feststellten, dass das vom Amp kam, weil da ne Schraube locker war, die man aber irgendwie nicht fixieren konnte. Also, wurde ein Blumentopf raufgestellt, um die ganze Sache zu beschweren und schwupps ging es wieder. Und es hat die ganze Szenerie noch viel heimelicher gemacht. Schön für das Wohlbefinden. Und den Sauerstoffgehalt. Der tendierte in diesem Raum auch eher gegen Null. Es roch wie in nem Reisebus voller pubertierender 14-jähriger Pfadfinderinnen.

Pause. - Die wurde immer zum Kochen genutzt.





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